Statement zu politisch unkorrekten Ausdrücken.

Ja, ich habe zwei Songs, in denen das Wort „Hurensohn“ oft vorkommt, da es Bestandteil des Refrains ist. Es ist mir wichtig, zu betonen, dass ich weder Sexarbeiter/innen noch deren Kinder beleidigen will. Wieso verwende ich dieses Wort?

„Hurensohn“ ist seit meiner Jugend ein Begriff meines alltäglichen Sprachgebrauchs. Aufgewachsen mit Rap und Hiphop, kam ich an diesem Wort nicht vorbei und verwende es oft anstelle von „Scheiße“. Wenn mir die U-Bahn vor der Nase wegfährt schimpft es in mir „So ein Hurensohn“. Wenn ich meinen Kaffee verschütte, denke ich mir „Hurensohn!“. Das mag nicht besonders reflektiert sein, vielleicht ist es einfach eine Charakterschwäche. Ich versuche meine Texte so zu schreiben wie ich rede und denke, daher kommt dieser Begriff manchmal vor. Die betreffenden Songs sind mir garnichtmal soooo wichtig und ich bin auch bereit, darauf zu verzichten sie zu spielen, wenn ich an Orten auftrete, an denen diesbezüglich eine besondere Sensibilität diesen Themen gegenüber herrscht. Ich sehe mich durchaus als Teil der linken Szene und trete auch gerne in entsprechenden Locations auf. Gleichzeitig will ich mich nicht zensieren daher gehören die beiden Songs zu meinem Repertoire.

Ist das verlogen und paradox? Kann sein, aber nichts im Leben ist perfekt, ich auch nicht, daher bitte ich diesbezüglich um Verständnis.

Ein andere Wort das in einem Song vorkommt ist „Fotze“. Und zwar in folgendem Zusammenhang:

„Heutzutage sagt man: Ich persönlich mag das nicht / statt du bist Wichser, Fotze, Arschgesicht.“

Die Aussage dieser Zeile ist: Man soll sagen was man denkt. Nur so macht man sich auch verfügbar für Kritik. Ich will natürlich keinesfalls weibliche Zuhörerinnen auf ihr Geschlechtsteil reduzieren und damit abwerten. Ich hoffe das kommt im Kontext des Textes rüber. Aber auch hier gilt: Ich bin auch bereit auf diesen Song live zu verzichten.

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